Das Unternehmen der Zukunft: Älter.
Das Durchschnittsalter des Arbeitskräfteangebotes wird in Zukunft mit Sicherheit
deutlich höher liegen als heute:
Der Anteil älterer Arbeitskräfte (50 Jahre und älter)
wird sich langfristig von heute rund 23 Prozent auf deutlich über 30 Prozent erhöhen.
Die Anzahl jüngerer Arbeitskräfte wird wahrscheinlich dramatisch
zurückgehen.
Im Jahr 1996 standen dem Arbeitsmarkt noch rund 10,3 Millionen jüngere Arbeitskräfte
(im Alter 15 bis unter 30 Jahre) zur Verfügung. Bei einer jährlichen
Nettozuwanderung von beispielsweise 200.000 Personen dürften es im Jahr
2040 nur noch etwa 6,2 Millionen bis 6,6 Millionen sein, also bis zu 4 Millionen weniger.
(alle Daten: Fuchs, IAB, 2004)
Vom "Mittelbauchbetrieb" zum "Dickkopf"?
Heute dominieren deutlich die mittleren Jahrgänge ("Mittelbauchbetriebe").
Wenn ganze Abteilungen kollektiv altern und sich nahezu "kollektiv"
in den Ruhestand verabschieden, ist ein systematischer Know-How-Transfer nicht
mehr möglich.
Ältere sind nicht weniger leistungsfähig!
Die Erwerbsarbeit der Zukunft wird also von alternden Belegschaften bewältigt
werden. Diese Tatsache wird zumeist negativ beurteilt - da mit dem Älterwerden
gemeinhin Eigenschaften in Verbindung gebracht werden, die Leistung, Kreativität,
Flexibilität und lebenslanges Lernen in Frage stellen. Dass dem nicht so
ist, zeigen alle neueren Forschungsergebnisse.